Das berühmteste aller whisky-produzierenden Länder der Welt ist Schottland, das nahezu synonym mit Whisky selbst ist. Die Iren und die Schotten streiten noch immer darüber, wer das Lebenswasser erfunden hat, doch was zweifellos feststeht ist, dass Schottland die weltweit einflussreichste Whisky-Industrie entwickelt hat und nach wie vor der Maßstab ist, an dem viele andere Whiskys gemessen werden. Während Irland auf die älteste noch bestehende lizenzierte Whiskey-Brennerei verweisen kann, kann Schottland eine bemerkenswerte Konzentration alteingesessener Brennereien und eine der am vollständigsten entwickelten Whisky-Traditionen der Welt für sich beanspruchen.
Schottland war auch zentral für zwei der wichtigsten Entwicklungen in der modernen Whisky-Herstellung: die großflächige Einführung der kontinuierlichen Destillation für Grain Whisky und der Aufstieg des Blended Whisky, bei dem Grain und Malt Whiskys kombiniert werden, um einen konsistenten und zugänglichen Stil zu schaffen. Diese Innovationen halfen Scotch Whisky dabei, für einen Großteil der modernen Ära zur dominierenden internationalen Whisky-Kategorie zu werden.
Gesetzlich muss Scotch Whisky aus Getreide, Wasser und Hefe in Schottland gemaischt, fermentiert, destilliert und gereift werden; er muss mindestens drei Jahre in Eichenfässern reifen, mit einer Mindeststärke von 40% vol. abgefüllt werden und den Geschmack und Charakter seiner Rohstoffe bewahren. Das aktuelle britische Recht erkennt fünf Kategorien von Scotch Whisky an: Single Malt Scotch Whisky, Single Grain Scotch Whisky, Blended Scotch Whisky, Blended Malt Scotch Whisky und Blended Grain Scotch Whisky. Diese Kategorien wurden in den Scotch Whisky Regulations 2009 festgelegt, die bis heute die Grundlage der rechtlichen Definition von Scotch Whisky bilden.