Wem gehört Bruichladdich?
Die Bruichladdich Distillery gehört Rémy Cointreau, der sie 2012 für 58 Millionen Pfund kaufte.
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Bruichladdich wurde 2001 nach jahrelanger Schließung und sporadischer Produktion wiedereröffnet und hat sich seitdem als eine der markantesten und meistdiskutierten Brennereien Schottlands etabliert. Ein Teil dieser Identität entsteht durch den Kontrast in ihrem Kern: Ein Großteil der Ausrüstung bleibt traditionell und handwerklich geprägt, dennoch gehören die dort produzierten Whiskys oft zu den progressivsten und experimentellsten der modernen Scotch-Industrie.
Die Brennerei produziert Destillate in mehreren sehr unterschiedlichen Stilen. Bruichladdich selbst ist ungetorft und zeigt oft eine sanfte Küstenfrische mit Noten von Malz, Zitrus und reifen Früchten. Daneben steht Port Charlotte, ein stark getorfter Single Malt, und Octomore, die berühmt super-stark getorfte Range, die Bruichladdich als das am stärksten getorfte Destillat der Welt beschreibt. Die Brennerei hat auch lange Ideen zu Herkunft und Rohstoffen erforscht und Whiskys aus auf Islay angebauter Gerste sowie Abfüllungen mit Fokus auf biologische und historische Gerstensorten veröffentlicht.
Diese Experimentierfreude hat Bruichladdich zu einem der prägenden Namen des modernen Islay Whisky gemacht. Sie hat gezeigt, dass Innovation nicht bedeuten muss, die Tradition aufzugeben, und dass eine Brennerei tief in ihrem Ort verwurzelt bleiben kann, während sie dennoch etablierte Vorstellungen über Stil, Torf, Gerste und Reifung hinterfragt. Ältere Abfüllungen, besonders die aus den 1970er Jahren, bleiben hoch geschätzt, aber der heutige Ruf der Brennerei beruht genauso sehr auf der Energie und Originalität ihrer zeitgenössischen Veröffentlichungen.