Bourbon Whiskey ist ein Synonym für Kentucky, kann aber rechtlich überall in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Sein charakteristisches Profil wird durch klare Produktionsvorschriften geprägt. Bourbon muss in den Vereinigten Staaten aus einer Maische mit mindestens 51 Prozent Mais hergestellt, auf höchstens 160 Proof destilliert und mit höchstens 125 Proof in neue, ausgekohlte Eichenfässer abgefüllt werden. Anders als Scotch Whisky muss er nicht in einem bestimmten Bundesstaat hergestellt werden, auch wenn Kentucky nach wie vor sein historisches und kommerzielles Zentrum bleibt.
Wird er mindestens zwei Jahre gereift und entsprechend den gesetzlichen Anforderungen hergestellt, darf er als Straight Bourbon Whiskey bezeichnet werden. Jeder Straight Bourbon, der weniger als vier Jahre gereift ist, muss eine Altersangabe auf dem Etikett tragen. Bourbon selbst muss aus einer Maische mit mindestens 51 Prozent Mais hergestellt werden.
Die Verwendung neuer, ausgekohlter Eiche hat einen tiefgreifenden Einfluss auf den Geschmack von Bourbon. Die Wechselwirkung zwischen dem Destillat und dem stark gerösteten Holz trägt zur Entstehung der Vanille-, Karamell-, Toffee- und süßen Gewürznoten bei, die so oft mit diesem Stil verbunden werden. Da die Fässer immer neu sind, spielt Eiche bei Bourbon eine unmittelbarere und durchsetzungsfähigere Rolle als bei vielen anderen Whiskys.
Der Großteil des weltweiten Bourbons wird nach wie vor in Kentucky hergestellt, und der Bundesstaat bleibt sowohl in puncto Umfang als auch Reputation das Zentrum der Branche. Die heißen Sommer und wechselnden jahreszeitlichen Temperaturen treiben die Reifung relativ schnell voran, was ein Grund dafür ist, dass extrem alte Bourbons viel seltener sind als sehr alte Scotch Whiskys. Dennoch gibt es gut gereifte Bourbons, die in ihrer besten Form große Konzentration mit bemerkenswerter Balance verbinden können.